Meine bisherigen und aktuellen Modellflugzeuge





Bei dem Flieger handelt es sich um eine Multiplex Funcub. Das ist ein vorbildähnlicher Nachbau einer Piper L-3 Cub, ein zweisitziger Hochdecker mit Propeller. Das Modell ist aus Elapor gefertigt, eine Art hochfester Schaumstoff. Damit wird das Modell sehr leicht und ist recht unempfindlich gegenüber leichteren Blessuren.  Für den Antrieb sorgt ein Brushless Motor und ein 3S Akku. Am Modell fallen ganz besonders die riesen Räder auf, damit kann der Flieger auf nahezu jedem Untergrund starten und landen.


Folgende Funktionen sind steuerbar: Motor, Quer-, Höhen- und Seitenruder sowie Landeklappen. Damit ist im wesentlichen alles vorhanden, was ein "großes" Flugzeug auch so hat. Durch das Fahrwerk sind vorbildgetreue Starts und Landungen möglich.


Das Flugzeug hat eine Spannweite von ca. 1400mm und eine Länge von ca. 1000mm. Mit Akku wiegt es ca. 1100g. Der verwendete Akku hat eine Kapazität von 2200 mAh und eine Nennspannung von 11,1 V. So sind Flugzeiten von ca. 10 Minuten möglich.


Ich habe die Funcub nicht mehr, sie wurde an einen Vereinskammeraden weiter gegeben, obwohl mir das im Nachhinein etwas leid tut. War ein wunderbar stressfreier Feierabendflieger mit langer Flugzeit.

Flugvideo:  https://www.youtube.com/watch?v=qnSjhAAWJMs&feature=youtu.be 


 



Das ist der Graupner Flash 750. Es handelt sich hierbei um einen Deltaflieger mit Schubpropeller. Das Modell kommt nahezu fertig nach Hause. Im Bausatz ist ein Brushless - Motor mit 60A Regler enthalten, in den Flächen sind bereits die Servos eingebaut. Man muss nur noch die Tragflächen und die Seitenflossen ankleben und einen Empfänger einbauen und anschließen. Der Flash wird von einem 3S Lipo mit 2200 mAh versorgt. Damit der Schwerpunkt passt, kam noch etwas Gewicht ins Heck.

Als Empfänger reicht ein 4 Kanal Empfänger aus, im Sender muss aber ein Mischer für die Quer- und Höhenruderfunktion vorhanden sein. Ich verwende einen Graupner GR - 12 + 3xG HOTT Empfänger. Dieser hat eine Kreiselstabiliserung, die das Fliegen solche eines schnellen und wendigen Fliegers erleichtert. Hier muss der Mischer für Quer- und Höhenruder jedoch im Empfänger programmiert werden.

Der Flash ist ein sehr schnelles Modell, es sollten schon Erfahrungen im Modellfliegen vorhanden sein. Der Erstflug war recht erfolgreich, leider gab es beim zweiten Flug einen Absturz. Da der Flash aus Solidpor, einem flexiblen Hartschaum gefertigt ist, kann dieser wieder mit Wärme gerichtet werden. Der Flash flog danach wieder, sah aber nicht mehr ganz so schick aus.  

Später wurden die Tragflächen vom Flash frisch beklebt. Ich habe fluoreszierende Klebefolie von Graupner genommen. Oben kam Grün und unten kam Rot drauf. Die alten Folien oder Lackreste ließen sich gut entfernen. Der leeren Flächen habe ich mit verdünnten Weißleim grundiert, in welchen etwas Spülmittel kam. Die Folie ließ sich ganz gut verkleben, ich habe sie nass aufgezogen und das Wasser heraus gestrichen. Etwas half auch der Fön. Der Ergebnis ist für die Oberfläche und meinen ersten Versuch nicht schlecht. Der Rumpf wurde mit rapsgelber Abtönfarbe gestrichen. In der Luft sind gerade bei Sonne die Flächen super zu erkennen. Interessanterweise geht das gelb etwas unter.


Inzwischen ist der Flash meine "Sturmkrähe" für ungünstige Bedingungen. Zu einem ist er durch die Geschwindigkeit recht windunanfällig, zum anderen fliege ich den Flash auch ohne große Angst, da er eh schon mal fast in der Tonne lag. Ich habe meine Stoppuhr im Sender auf 3:30 gestellt, dann ist der Akku verbraucht. Landen geht bei solch schnellen Modellen mit flach anfliegen, früh den Motor aus und rein segeln lassen. Zum Start muss man ihn natürlich werfen. Motor auf fast  3/4 Vollgas und dann nach schräg oben gegen den Wind werfen. Ich denke, dass der Kreisel hilft. Ich habe nur einmal ohne Kreisel geworfen und das ging in die Hose.





Dieses Modell ist die Edge 540 von der Firma Staufenbiel. Es ist ein Schaummodell in Red Bull Farbgebung, welche von den Red Bull Air Races beeinflusst wurde. Die Edge ist ein Fast-Fertig-Modell und kommt im Baukasten mit allen notwendigen Komponenten. Motor, Regler (60A) und Servos sind von E-Flite bzw. Spektrum.


Der Zusammenbau beschränkt sich auf der Zusammenbau und Anbau der Tragflächen, des Seitenruders und des Fahrwerks. An die Ruder werden noch die Ruderhörner geschraubt und die Gestänge mit den Servos verbunden. Der bloße Zusammenbau war nach einer guten Stunde erledigt.  Der Empfängereinbau geht auch recht schnell, ich habe allerdings jedes Querruder auf einen eigene Kanal gelegt und nicht mit dem beilliegenden Y-Kabel. Als Empfänger kommt ein Graupner GR-12 3xG mit Kreisel zum Einsatz, der beruhigt das Modell etwas bei windigen Verhältnissen. Ich habe auch zwischenzeitlich mal einen Graupner Brushless Control 70A Telemetrieregler verwendet, der steckt jetzt aber in der EC 135, da nützt er mir mehr. Ich überwache jetzt nur noch die Akkuspannung mit einem einfachen Voltage Modul. Das übermittelt die aktuelle Akkuspannung an den Sender. Als Akku wird ein MyLipo 4s mit 2600 mAh verwendet. Der reicht für 5 Minuten Flugzeit mit 2 bis 3 Landeversuchen. Wenn das Voltage Modul vorher rumjammert und bei Halbgas nicht mehr ausgeht, wird auch mal vorher gelandet.


Der Start ist recht unspektakulär. Gegen den Wind mit Vollgas und die Edge ist in der Luft. Die Ausschläge nicht zu groß und ordentlich Expo drauf, sie ist recht wendig. Der Antrieb reicht für fast senkrechtes Steigen und hat auch ordentliche Reserven, wenn man den Landeanflug abbrechen und durchstarten muss. Die Landung für diese Art von Modellen typisch. Man sollte beim Anflug nicht zu langsam werden und eher mit etwas höherer Geschwindigkeit landen.


Die Edge ist ein schöner Flieger für Kunstflug und 3d für wenig Geld. Das Modell ist so nicht mehr erhältlich, allerdings gibt es von der Firma FMS den identischen Flieger mit anderer Farbgebung. Der Rest ist das gleiche, was auch den Vorteil hat, dass die Ersatzteile passen. Ich würde eh nur Propeller und Landegestell reparieren bzw. austauschen, wenn nötig. Es hatte sich mir auch mal der Motor aufgewickelt, da gab es auch günstig Ersatz aus Fernost. Man muss halt warten. Bei einem richtig bösen Crash kann man eigentlich nur die intakte Elektronik retten und dann was neues aufbauen.


Ich kann den Flieger für jemanden empfehlen, der schon Erfahrung im Fliegen mit Modellflugzeugen mit 3 Achsen hat. Man sollte auch zumindest selbständig landen können. Die Edge ist nicht so präzise wie ein vergleichbares Modell in klassischer Holzbauweise. Ich möchte die Edge gerne gegen ein Flugzeug aus Holz ersetzen, aber bis jetzt waren mir andere Dinge wichtiger. Im Übrigen verzeiht Schaum auch mal ne verkackte Landung, das ist ein nicht  zu vernachlässigender Vorteil.

 

 


Das ist mein erster Verbrenner. Bei dem Modell handelt es sich um einen SVOR Benji. Das ist ein älteres Modell eines tschechischen Kleinserienherstellers. Ich habe ihn gebraucht von einem sehr netten Modellflugfreund aus Brandenburg erworben. Der Benji wird durch einen 4,07 ccm OS Max 25 LA Glühzündermotor angetrieben. Als Treibstoff verwende ich Graupner AeroSynth Competition SX-5. Der Sprit ist komplett gemischt und einsatzbereit. Die eingebauten Graupner Servos werden über ein kleines BEC mit einem 2S Lipo 1000 mAh mit Spannung versorgt.


Der Benji hat eine Spannweite von 1060 mm. Die Tragflächen sind komplett in Holzbauweise und der Rumpf ist aus glasfaserverstärkten Kunststoff. Das Gewicht liegt ohne Sprit bei knapp unter 1 kg. Die Funktionen werden von 3 Graupner Servos übernommen. Das Querruder wird von einem zentralen Servo angesteuert. Jeweils ein weiteres Servo steuert das Höhenruder und die Drossel vom Vergaser. Ein Seitenruder gibt es nicht. Es kommen Standart-Servos zum Einsatz. Als Empfänger habe ich einen GR-12L verbaut. Empfänger und Servos erhalten ihren Strom aus einem kleinem BEC welches bis zu 5A verträgt. Als Empfängerakku verwende ich einen 2s Lipo mit 1000 mAh. Der Akku hält problemlos einige Flüge durch, ich habe ihn auf den Platz noch nicht nachladen müssen. Wenn er die Saison 2019 übersteht, vielleicht machen ich Benji noch mal schick und er bekommt neue HV Servos. Da bräuchte ich kein BEC mehr.


Der Flieger ist ziemlich schnell und steuert sich sehr präzise. Es werden Flugzeiten von mehr als 10 Minuten erreicht. Dann ist noch gut 1/4 bis 1/3 Tank übrig. Da hat man noch Reserven. Der Benji ist ein absoluter Spassflieger. Looping, Rollen, Anstechen und dann niedrig mit High Speed über den Platz fegen, um dann wieder senkrecht mit Rollen an die Sichtgrenze zu steigen. Absolut klasse!


Da der Benji auf dem Bauch landet, wird der Motor vor dem Aufsetzen abgeschaltet. Das passiert schon im Landeanflug, um Geschwindigkeit abzubauen. Am besten schon vor dem letzten Einkurven zur Landebahn. Daher muss der Anflug passen, wenn der Motor abgeschaltet wird. Der Benji segelt ewig. Das hilft auch, wenn der Motor mal im Flug abschaltet. Mit ausreichend Höhe kommt man immer wieder zum Platz zurück. Der Start erfolgt durch werfen. Gas vorher kurz auf Vollgas und dann mit Halbgas kräftig nach vorne und leicht oben werfen. Der Motor braucht erst mal ein paar Meter, aber wenn er dann läuft, dann läuft er auch.


Die Geschichte mit dem Verbrenner ist ne Sache für sich. Ein Elektromodell baut man zusammen, steckt Motor und Regler zusammen, Akku rein und es geht los. Beim Verbrenner ist mehr zu beachten, allein schon mit der Einstellung des Motors muss man sich u.a. beschäftigen. Ist aber alles erlernbar und der etwas höhere Aufwand wird durch einen Wahnsinns-Sound entschädigt. 

 

 



Nun mal was ruhiges. Seit kurzem fliegt mein Graupner Uhu, den ich günstig über Ebay Kleinanzeigen geschossen habe. Der Uhu wurde mit einem selbstgebauten Motoraufsatz motorisiert. Er hat eine Spannweite von 1500mm und wiegt mit Motor und Akku ca. 1000g. Den Motor und den Regler bekam ich aus der Grabbelkiste der Vereinskameraden. Der Motor ist von Multiplex und gehörte zu einem Multiplex Shark. Der Regler ist ein älterer Jeti Regler mit 30A. Vorne in der Nase steckt ein 3s 2200 mAh. Das ermöglicht eine Motorlaufzeit von ca. 15 Minuten. Ich habe zum Spass noch ein Vario verbaut, um die aktuelle Höhe messen zu können. Der Reiz ist damit, das Ding auf Höhe zu bekommen. Der Motor ist nämlich kein Leistungsmonster, damit ist nur leichtes Steigen möglich.  Die Gleiteigenschaften sind nicht überwältigend, die Flugzeit kann durch den Flug ohne Motor auf 20 bis 25 Minuten verlängert werden. War ne spaßige Bastelei, vor Allem, da ich den Aufsatz "frei Schnauze" ohne große Planungen aus Depron und Balsa zusammengeklebt habe.


Der Uhu war ein 2 Kanal, durch die Motorisierung nun 3 Kanal Segler. Es kann neben dem Motor das Seiten- und das Höhenruder gesteuert werden. Die Ruder werden durch zwei alte Graupner Standart Servos angesteuert. Die bleiben fürs Erste. Durch die V-Form der Tragfläche neigt sich der Flieger bei Seitenruderausschlag zur jeweiligen Seite. Spektakuläre Flugfiguren sind natürlich nicht möglich, eher gemächliches Abgleiten, nachdem man sich auf Höhe gekämpft hat. Ich habe schon Höhen von knapp 150m damit erreicht. Gewöhnlich steige ich auf über 100m Meter und schalte dann den Motor ab.


Start ist mit kräftigen Wurf in Windrichtung schräg nach oben. Ein leichter Abhang ist von Vorteil. Landen dann gegen den Wind ist recht unproblematisch, einfach ausgleiten lassen. Komischerweise muss ich die Ruderausschläge im Motorflug keiner stellen als im Gleitflug. Insgesamt ist der Uhu recht wackelig, gerade wenn man gegen den Wind ansteuert und im Motorflug. Er wird keine Leistungen wie ein moderner Hochleistungssegler erzielen, ich bin ja froh, dass das Ding überhaupt fliegt. Mit einem stärkeren Motor könnte man vielleicht bessere Steigleistungen erzielen. Da der Motoraufsatz abnehmbar ist, könnte auch mal komplett motorlos geflogen werden. Vielleicht machen wir mal ein Seglerschlepp.


 

 

 

 

 

 

 

 


Flugvideo:  https://youtu.be/4zUvZhfy3z4



Das ist Norbert. Es ist ein Modell nach einem Plan der Zeitschrift FMT. Ein Vereinskamerad hat ihn gebaut und möchte ich aber nicht fliegen, weil er ihm zu schnell wird. Also haben wir getauscht. Ich habe ihm einen Verbrenner Trainer gegeben, welcher mich zur Verzweiflung gebracht hat und ich habe Norbert bekommen.


In den Norbert habe ich den Verbrenner Motor, ein Magnum XL 25, aus dem Trainer eingebaut, der treibt eine 8x6 Luftschraube an.


Die vorhandenen alten Querruder Servos habe ich gegen neuere Hitec Standard Servos getauscht. Das eingebaute Gasservo von Graupner sieht ganz gut aus, das bleibt erst mal. Vielleicht tausche ich es noch gegen eins mit Metallgetriebe aus. Servos und Empfänger (Graupner GR-12) werden durch ein Hobbywing UBEC 3A aus einem 2s Lipo mit Spannung versorgt. Leer wiegt Norbert knapp unter 1000g. Der recht schwere Motor verlangte einiges an Gewicht im Heck, damit der Schwerpunkt passte.


Nach dem der erste Testflug wegen kaputten Lagern ausfallen musste, habe ich erst einmal den Motor auseinander nehmen und die Lager ersetzen müssem. Bei der Gelegenheit wurde der Motor gereinigt. Er läuft nun für einen Magnum recht gut, mein OS im Benji läuft aber ruhiger. Ich werde noch den zweiteiligen Auspuff abdichten, damit er nicht so rumsifft.


Beim Testflug hatte ich Hilfe. Der Erbauer selbst schob Norbert mit gekonnten Wurf in die Luft. Nach dem Austrimmen flog er ganz gut, ich habe die Ruderausschläge zunächst halbiert. Norbert ist auf dem Querruder etwas kippelig, da werde ich noch etwas mit Expo experimentieren. Beim ersten Flug war der Motor noch etwas fett, beim zweiten lief er schon auf Vollgas. Norbert wird dann wirklich schnell, schneller wie Benji ist er aber nicht. Man sollte aber schon mal ein schnelleres, agiles Modell geflogen haben.


Bei der Landung sollte der Motor recht spät abgestellt werden, Norbert segelt nicht ganz so gut wie der Benji und sackt verhältnismäßig schnell durch, wenn der Motor aus ist. Kurz vom Aufsetzen sollte man die Nase anheben, um den Propeller nicht jedesmal bei einer Landung zu zerlegen. Sollte sich Norbert als Propeller Fresser entwickeln, werden ich den in Zukunft nur noch in hohes Gras fallen lassen.


Leider weilt Norbert nicht mehr unter uns. Nachdem der Magnum Motor sich immer mal gerne abstellte, wurde er durch den SC25A Motor ersetzt. Ist im Grunde der gleiche, nur von einem anderen Hersteller. Beim Erstflug mit neuem Motor habe ich jedoch leider beim Trimmen die Kontrolle verloren und Norbert schlug auf dem abgeernteten, harten Acker ein. Motor, Servos und Elektronik haben es überstanden, der Rest ist ein Fall für den Ofen.


Norbert war auf jeden Fall ein ungewöhnlicher Flieger. In der Silouette erinnert er irgendwie an Batman. Vom Profil ist es ein Brett, was mit viel Lärm an einem Motor durch den Himmel gezerrt wird. Die paar wenigen Flügen waren recht spaßig, auch wenn er sich im Handling etwas schwammig anfühlte. 





 

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